| Das
Klima in Brasilien variiert mit der Höhe und dem Breitengrad
einer jeder Region. Die Jahresstationen sind genau umgekehrt wie
in Europa und USA, ausgenommen im Norden des Landes.
Im Norden beträgt die durchschnittliche Jahrestemperatur
28ºC, und im Süden 20ºC. Im Süden gibt es
Gebiete, die sogar negative Temperaturen mit Frost und Schneefall
vorweisen. In Rio de Janeiro kommt es im Sommer auf Temperaturen
bis zu 40ºC. Wegen seinen Dimensionen, fast so groß
wie ein Kontinent, präsentiert Brasilien ein abwechslungsreiches
klimatisches Bild. Außer seiner Größe spielen
noch andere Faktoren wie Temperaturbedingungen, Höhe, Druck
und Meeresnähe eine Rolle. Die großen klimatischen
Unterschiede bringen auch große Variationen in der Pflanzenwelt
hervor, wodurch Brasilien eines der Länder mit dem verschiedenartigsten
und komplexesten Ökosystem der Welt ist. Das brasilianische
Gebiet ist in klimatischen Zonen unterteilt. 92% des Landes befinden
sich zwischen dem Äquator und dem südlichen Wendekreis.
Man kann also sagen, dass in Brasilien ein tropisches Klima herrscht,
obwohl auch äquatoriale und subtropische Bereiche (gemäßigte
Zonen) im Lande verteilt sind. Da es keine großen Erhöhungen
gibt, herrschen die hohen Temperaturen vor. Die Durchschnittstemperaturen
liegen über 20ºC. Brasilien ist eins der einzigen Länder
der Welt (neben Kongo in Afrika), wo es einen sogenannten äquatoriale
Wald gibt, der sich auf das äquatoriale Klima beschränkt.
Dieses Klima herrscht im Amazonas-Urwald vor, wo sich die durchschnittlichen
Temperaturen zwischen 24 und 26ºC bewegen. Das tropische
Klima ist auch in den Regionen des zentralen Hochlandes sowie
in Gebieten im Nordosten und im Südosten zu finden. Dieses
Klima zeichnet sich durch zwei getrennte warme Jahreszeiten aus,
mit mittleren Temperaturen über 20ºC. In den höheren
Regionen, die vom atlantischen Hochland im Südosten begrenzt
werden, und auch in den Regionen südlich vom Bundesstaat
Mato Grosso do Sul und nördlich vom Bundesstaat Paraná
herrscht das sogenannte tropische Höhenklima. Die durchschnittlichen
Temperaturen schwanken zwischen 18 und 22ºC. Das sogenannte
atlantische Tropenklima herrscht praktisch an der ganzen brasilianischen
Küste vor und erstreckt sich zwischen den Bundesstaaten Rio
Grande do Norte und Rio Grande do Sul. Diese Klima weist eine
durchschnittliche Jahrestemperatur zwischen 18 und 22ºC auf.
Das halbtrockene Klima umfaßt die Gebiete im nordöstlichen
Landesinneren, vom Becken des São Francisco-Flusses bis
zum Norden des Bundesstaates Minas Gerais. Hier finden sich die
höchsten jährlichen Durchschnittstemperaturen, die bei
ca. 27ºC liegen. Die Gegend mit dem kältesten Klima
entspricht dem Gebiet unterhalb des südlichen Wendekreises,
das die südlichen Bundesstaaten mit Ausnahme des Nordens
vom Bundesstaat Paraná umfaßt. Das subtropische Klima
dieser Gegend hat eine mittlere
Jahrestemperatur, die unter 20ºC liegt. Dort wird besonders
in den höheren Gegenden der strengste Winter von ganz Brasilien
verzeichnet, wo sogar heftige Schneefälle vorkommen können. |