| Das
brasilianische Territorium erstreckt sich über 8.547.403
km2 im Osten Südamerikas und grenzt im Norden an Guyana,
Venezuela, Surinam und französisch Guyana; im Nordwesten
an Kolumbien; im Westen an Peru, Bolivien; um Südwesten an
Paraguay und Argentinien und im Süden an Uruguay.
Die längste Grenze hat es mit Bolivien (3.126 km) und die
kürzeste mit Surinam (593 km). Die Ost-, Südost- und
Nordostküsten werden vom atlantischen Ozean umspült.
Nur zwei südamerikanische Staaten grenzen nicht an Brasilien
– Chile und Ekuador.
Das Land belegt 20,8% der Fläche der amerikanischen Kontinente
und 47,7% der südamerikanischen, und ist somit das fünftgrößte
Land der Welt in territorialer Ausdehnung, nur von Russland, Kanada,
China und den USA übertroffen. Der Äquator schneidet
das Land im Norden und durchquert die Bundesländer Amazonas,
Roraima, Pará und Amapá.
Der südliche Wendekreis, des Steinbocks, durchquert die Bundesländer
Mato Grosso do Sul, Paraná und São Paulo auf südlicher
Breite von 23o27'30“. Insgesamt 93% des brasilianischen
Territoriums liegen auf der südlichen Halbkugel und 92% in
der tropischen Zone. Entsprechend der Daten des Fonds Instituto
Brasileiro de Geografia e Estatística (Brasilianisches
Institut für Geographie und Statistik)* von 1993 beträgt
die Einwohnerzahl Brasiliens 151.523.449 Personen, mit einer Dichte
von 17,7 Einwohnern pro km2. Die Stadtbevölkerung entspricht
dabei 75,4% des Gesamt und die ethnische Zusammenstellung schließt
55,2% Weiße, 39,3% dunkelhäutige, .4,9% Neger und 0,5%
Gelbe ein. In der Altersklasse von 0 bis 14 Jahren liegen 34,7%
der Gesamtbevölkerung des Landes, während die Personen
zwischen 15 und 60 Jahren 57,8% der Bevölkerung entsprechen.
Der Gruppe der Personen über 60 Jahren entsprechen nur 7,3%
der Bevölkerung. Die demographische Wachstumsrate des Jahres
1991 lag bei 1,93%, mit einer mittleren Sterblichkeitsrate von
68 pro 1000 lebend geborenen Kindern. Die Geburtenrate zeigte
1990 eine weibliche Fruchtbarkeitsrate von 2,7 Kindern pro Frau.
Die Lebenserwartung liegt bei 62,1 Jahren für Männer
und 68,9 für Frauen. Mineralreserven Petroleum – Die
kontinentale Plattform Brasiliens ist reich an Petroleumlagern.
Aus ihr werden 60% der nationalen Produktion gewonnen. Die Petroleumreserven
des Landes betragen 2.816 Millionen barrels2.
Die Ausbeutung des Petroleums begann in 1953. Derzeit wird fast
die gesamte Produktion intern verbraucht, nur eine kleine Menge
bereits raffinierter Produkte wird exportiert. Trotz der Entdeckung
immer neuerer Quellen und der ständigen Erhöhung der
Produktion, reicht das in Brasilien erschlossene Petroleum nicht
aus den Bedarf des Landes zu decken. Es gibt 5511 produzierende
Bohrstellen im Lande, davon 4872 auf dem Festland und 639 maritime
Bohrinseln. Der größte Teil der Produktion kommt aus
dem Campos-Becken, im Bundesland Rio de Janeiro, das in 1974 entdeckt
wurde. Unter Anwendung der Tiefseetechnologie liegt die Förderung
bei 52.600 m3 (330tausend) Barrels täglich. In der Gegend
des Recôncavo Baiano (Bucht von Bahia), im Bundesland Bahia,
wird schon länger Petroleum gefördert, wobei in dieser
Gegend bereits mehr als eine Milliarde Barrels des Produktes gefördert
wurden.
Das Água Grande-Feld produzierte bis heute am meisten im
Lande, mit einem Gesamt von 42,9 Millionen m3 (274 Millionen Barrels)
aus dem Boden geförderten Petroleum. Metallische Mineralien
- Unter den wichtigsten in Brasilien vorhandenen Mineralien befinden
sich Bauxit, das Aluminium, das Kupfer, das Bleibioxid, das Eisen,
das Mangan, das Gold und das Silber. In der nördlichen Region
des Landes findet man Eisen, Gold, Diamanten, Bleibioxid, Zinn
und Mangan. Es gibt auch große Vorkommen
an Eisen und Mangan im Bundesland Minas Gerais. |